Chronik der FBU

 

Im 7. Oktober 1964 entstand aus einer damals als lose deklarierten Theatergruppe der neue Theaterverein Freie Bühne Uster. Im Mai 1958 hatten sich acht theaterbegeisterte Frauen und Männer zu einer losen Gruppe zusammen- geschlossen. Ihr Ziel war es damals, jährlich ein Volksstück aufzuführen. Initiert wurde die Freie Bühne vom 1983 verstorbenen Beni Reiser, vom Näniker Rudolf Weiss und vom 2003 verstorbenen Ustermer Hans Keller, der später insgesamt 19 Jahre lang das Amt des Vereinspräsidenten innehatte.

Die einzige Aufführung, die negative Zahlen produzierte, war das 1964 im Stadthofsaal aufgeführte Stück „Der Verrat von Novarra“. Hans Keller erinnerte sich, dass damals viel zu viele Ausgaben gemacht wurden.

Dieser Ausrutscher sollte aber der einzige der Freien Bühne Uster bleiben. Heute wird jede Produktion von ca. 3000 Personen besucht. Der Verein ist längst zu einer festen Grösse im Ustermer Kulturbetrieb geworden. Er zählt mittlerweile über 45 Aktivmitglieder.

Bis 2004 hat die Freie Bühne 40 abendfüllende Stücke und unzählige kürzere Einakter realisiert. Bis 1969 war der Stadthof Aufführungsort, anschliessend der Wagerenhof. Ab 2012 aber finden die Produktionen im "Central", an der Brauereistrasse statt.

Im Jahr 2004 feierte der Wagerenhof sein 100 Jahre-Jubiläum zusammen mit dem 40 Jahre Jubiläum der Freien Bühne Uster FBU. Am 29.10.2004 fand für den Wagerenhof eine Benefizveranstaltung statt mit dem Gauner-Musical „Bibi Balù“. Als weitere Herausforderung galt für die Freie Bühne Uster, dass das erste Mal 21 Vorstellungen gespielt wurden (bisheriges Maximum bei „Die kleine Niederdorfoper“ 17 Vorstellungen).

Viele haben sich in dieser langen Zeit an den Produktionen beteiligt, darunter auch zwei Prominente. Der bekannte Zürcher Theater- produzent und Schauspieler Edi Baur, Gatte von Ines Torelli, führte 1976 im Stück „Bei Anruf Mord“ Regie. Und der Ustermer Kunstmaler Karl Bürkli, 1992 Kulturpreisträger der Stadt Uster, hat sich immer wieder am Aufbau und Bemalen der Kulissen beteiligt.

Natürlich klappt nicht immer alles reibungslos. Es kam auch schon vor, dass sich ein Teil der Kulisse löste und auf die Bühne krachte. Mitglieder erinnern sich an eine Aufführung, bei der plötzlich der Text fehlt. Der Spieler wusste einfach nicht mehr weiter. Da die Freie Bühne aus Ueberzeugung bis heute ohne Souffleuse spielt, musste das Problem anders gelöst werden: Man flickte einfach einen neuen Text ein. Der eine Spieler konnte die Bühne verlassen und den Originaltext nachlesen, während der andere Spieler sich in der Zwischenzeit auf der Bühne etwas umständlich eine Zigarre anzündete.

Die Produktionen haben mittlerweile ein hohes Niveau erreicht, das es zu halten gilt. Für alle Vereinsmitglieder ist die Feie Bühne Uster nach wie vor ein Hobby. Zu verdienen gibt es jedenfalls nichts. Es bleibt uns ein gemeinsames Nachtessen als Lohn.

Das Ziel aber ist das gleiche geblieben:

„Die Freude,
Freude zu bereiten“

 

 

Rückblick 2016
 

Rückblick 2015 Herbst  
 

Rückblick 2015 Frühling
 

Rückblick 2013/14
 

Rückblick 2012
 

Rückblick 2011
 

Rückblick 2010

 

 

Archiv           

 

Jahresberichte